Ziele
Ausgehend von der Situation berufsvorbereitender Klassen und Lehrgänge sollte deren Zusammensetzung als Grundvoraussetzung der Arbeit berücksichtigt werden. Dieses Modul thematisiert vor allem die Arbeit mit Schülern, die bislang im Regelschulsystem wenig erfolgreich waren (z.B. BVJ, BGJ). Es ist wichtig, diese Erfahrungen als Motivationsgrundlage für das weitere Vorgehen zu erkennen und entsprechend zu bearbeiten. Frontalunterricht und standardisierte Erfolgskontrollen sind oftmals inadäquate Mittel um Schülerinnen und Schülern Erfolgserlebnisse zu vermitteln und ihnen die Möglichkeit zu geben, eigene Kompetenzen zu erkennen und diese zu fördern. Hierzu bedarf es vor allem eines sensiblen und professionellen Umgangs mit der Klasse als Gruppe und dem Jugendlichen als Individuum. Eine besondere Rolle spielt dabei die Entwicklung von Methoden- und Sozialkompetenz. Ein gewisses Repertoire an Sozialkompetenz bildet die Voraussetzung, um überhaupt erst im Klassenverband arbeitsfähig zu sein. Dementsprechend geht es neben der Vermittlung von fachlichen Inhalten vor allem um das praxisnahe Kennenlernen und Vermitteln pädagogischer und sozialpädagogischer Konzepte und Methoden, um diese Arbeitsfähigkeit zu erreichen. Ziel ist die Förderung von Motivation, aktiver Mitarbeit, Teamfähigkeit, (Selbst-)Verantwortung und sozialer Kompetenz in der Arbeit mit den Einzelnen sowie in der Gruppe. Die Schüler sollen so auf unterschiedliche Art und Weise erkennen, wo ihre Stärken liegen und wie diese als Grundlage für ihre weitere Zukunft ausgebaut werden können. Zur Erreichung des Ziels werden konkrete Ansätze im Umgang mit Jugendlichen vorgestellt und zahlreiche praxisrelevante Beispiele bearbeitet. Ein großes Methodenrepertoire, das verständlich und ausführlich dargestellt ist, wird oftmals mit der Beschreibung fallbezogener Übungen verbunden, so dass ein Umsetzen des Gelernten im beruflichen Alltag ohne große weitere Vorbereitung möglich ist.