„400 Zugänge in Ausbildung – eine Lehrerfortbildung für interkulturell sensible Berufsorientierung“ ist eine einjährige Fortbildung mit integriertem Praxistransfer in Form einer Projektentwicklung mit Präsentation. Der Titel „400 Wege in Ausbildung“ wurde von den Fortbildungsteilnehmenden selbst gewählt. Er formuliert das Ziel der Kampagne „Berlin braucht dich!“ des Berliner Integrationsbeauftragten in konkreten Zahlen, nämlich eine Ausbildungsquote für Migranten/-innen im Öffentlichen Dienst, die ihrem tatsächlichen Bevölkerungsanteil entspricht.Im Einzelnen umfasst die Fortbildung thematisch gebundene und inhaltlich aufeinander aufbauende Workshops, weiterhin die Beratungen an den Schulen zur Projektentwicklung und -dokumentation sowie die Erstellung und Einpflege von Materialien in einen digitalen Materialpool für die Schulen, der nach Abschluss des Projekts der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird.
Ziel der Fortbildung ist es, interkulturell sensible Berufsorientierung verlässlich an den Schulen zu verankern, angepasst an den Bedarf der jeweiligen Schule.
Um dieses Ziel praxisgerecht zu verwirklichen, steht die LISA-Fortbildung in enger Zusammenarbeit mit der Kampagne „Berlin braucht dich!“ und ist inhaltlich und zeitlich passgenau auf deren Themen und Veranstaltungen abgestimmt.
Das ibbw Göttingen entwickelte diese Fortbildung für den Projektträger BQN Berlin e.V. (Berufliches Qualifizierungnetzwerk für Migrantinnen und Migranten in Berlin, e.V.), welcher vom Beauftragten für Integration und Migration in Berlin koordiniert wird.
Die Fortbildung wird verwirklicht im Rahmen des Programms LISA (Lokale Initiativen zur Integration junger Migranten in Ausbildung und Beruf) der Robert-Bosch-Stiftung.
BQN Berlin e.V. (www.bqn-berlin.de)
Kampagne „Berlin braucht dich!“ (www.berlin-braucht-dich.de)
Die Fortbildung begleitet ein Schuljahr. Sie startete im Frühjahr 2009 mit neun Schulen, mehrheitlich Realschulen sowie einer Gemeinschafts-, einer Hauptschule und zwei Oberstufenzentren. Teil nahmen insbesondere Lehrkräfte, die Arbeitslehre unterrichten, in den schulischen Organisationsentwicklungsprozess eingebunden sind, für Berufsorientierung zuständig sind und in den Klassen 8-10 tätig sind.
Sie bildeten gemischte Mini-Teams mit Vertreterinnen und Vertretern freier Träger, die in Form von Schulsozialarbeit, Bildungsberatung oder Vertiefter Berufsorientierung an den Schulen tätig sind. Insgesamt nehmen 21 Personen an der Fortbildung teil.